Doppelte Inhalte bei Domainnamen mit alternativen Schreibweisen vermeidenSamstag, 18. Dezember 2010Das ProblemFür diese Website sind beispielsweise folgende vier Domainnamen in unterschiedlicher Schreibweise registriert:
Außerdem sind diese vier Domains jeweils mit und ohne www. vor dem Domainnamen erreichbar. Insgesamt gibt es also acht(!) verschiedene zulässige Schreibweisen für Links auf die einzelnen Webseiten, die abgesehen vom Domainnamen identisch sind. Das ZielAlle Aufrufe von Webseiten dieses Internetauftritts sollen auf die gemeinsame Hauptdomain www.medien-kooperative.de umgeleitet werden und auf diese Weise eine kanonische URL erhalten. Die LösungDa diese Website mit dem Apache-Webserver betrieben wird, bietet es sich an, die .htaccess-Datei im Stammverzeichnis zu bearbeiten (oder anzulegen) und ihr einfach folgende vier Code-Zeilen voranzustellen: RewriteEngine on Hinweis: Wenn Sie das Beispiel für Ihre eigenen Zwecke anpassen wollen, muss der in Fettschrift dargestellte Domainname selbstverständlich durch Ihren eigenen Domainnamen ersetzt werden. Dabei müssen die rückwärtigen Schrägstriche vor den Punkten in Zeile 3 unbedingt erhalten bleiben! Die erste Zeile stellt sicher, dass die URL-Umformung überhaupt durchgeführt werden kann. Diese Möglichkeit muss natürlich vom Provider zugelassen sein, was aber bei den meisten modernen Webhosting-Angeboten (wie in diesem Fall bei Strato) der Fall sein dürfte. In der zweiten Zeile wird das Stammverzeichnis für die Website festgelegt, bei dem es sich in der Regel um das normale Hauptverzeichnis (/) handelt, in dem auch die üblichen index.html- oder index.php-Dateien der Startseite landen. Anschließend wird in der dritten Zeile die Bedingung definiert, die zu erfüllen ist, damit eine URL-Umformung durchgeführt wird. Die Einzelheiten der Syntax für den etwas kryptisch wirkenden regulären Ausdruck sollen uns an dieser Stelle nicht weiter interessieren. Nur so viel: In diesem konkreten Beispiel werden unabhängig von der Groß-/Kleinschreibung (dafür sorgt das Flag [NC], das für „No Case“ steht) alle Webseitenaufrufe abgefangen, deren URL nicht bereits mit „www.medien-kooperative.de“ beginnt. Zu guter Letzt erfolgt in der vierten Zeile die tatsächliche Umformung der aufgerufenen URL, sofern die vorherige Bedingung zutrifft. Andernfalls liegt die URL bereits in der gewünschten Schreibweise vor und bedarf keiner weiteren Behandlung. Dabei legt das Flag [R=301] fest, dass eine dauerhafte Weiterleitung (Redirect) mit dem Rückgabe-Code 301 erfolgen soll. Auf diese Weise korrigiert eine Suchmaschine wie Google auch automatisch ihren Datenbestand in Bezug auf Seiten der Website, die bereits unter einer anderen URL im Index vorhanden waren. Ein etwaiger vorhandener Pagerank bleibt also erhalten und muss nicht erst mühsam neu erarbeitet werden. Das Flag [L] (Last) sorgt dafür, dass der Server nach der erfolgten Anwendung dieser Regel keine weiteren Regeln aus seinem Regelsatz berücksichtigt, sofern welche vorhanden sind. Heureka!Nun braucht die Datei nur noch auf den Server hochgeladen und ihr korrektes Funktionieren getestet zu werden. Also suche ich mir eine beliebige Seite aus und rufe sie mit den verschiedenen Domain-Schreibweisen auf. Wie der Adresszeile des Browsers zu entnehmen ist, führen in meinem Fall nun alle Versuche automatisch auf die gleiche gewünschte Domain. Heureka! Trackback-Links[Trackback-URL für diesen Artikel]Keine Trackback-Links
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Kommentare
Tjo, die Dinge können so simpel sein! Danke