Der gemeinnützige Verein PLEA e. V. ist durch das Engagement von Menschen aus Mali und Deutschland entstanden. 1991 gründete die lokale Bevölkerung in einem abgelegen Dorf im Südosten von Mali (Region San) eine Dorfschule, die heute in der Kommune als beispielhaft gilt. Die Schule ist staatlich anerkannt und steht unter Selbstverwaltung durch die Dorfbevölkerung.
Im Jahr 2005 besuchten 145 SchülerInnen aus dem Dorf und den umliegenden Gemeinden die Schule.
Aus diesen positiven Erfahrungen heraus wurden weitere Aktivitäten in der Region initiiert. Im Zuge dieser Entwicklung entschieden sich engagierte Personen in Göttingen dazu, einen Verein zur Unterstützung von Initiativen zu gründen, die von Menschen in Mali und anderen afrikanischen Ländern angestoßen wurden. So wurde Ende 2006 der gemeinnützige Verein PLEA e. V. gegründet.
PLEA ist politisch unabhängig und überkonfessionell. Seine Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich durch ihre Erfahrungen und Kompetenzen für Aufgaben in Afrika und in Deutschland.
In Afrika fördern wir alle Projekte, die unsere PartnerInnen selbst ins Leben gerufen haben. Diese Projekte liegen allein in der Verantwortung der Menschen vor Ort. Damit unsere PartnerInnen in Afrika ihre Arbeit fortführen können, unterstützen wir sie mit finanziellen Mitteln sowie mit technischen und fachlichen Leistungen. Vor Ort werden regelmäßig Projektbesuche durchgeführt.
In Deutschland informieren wir die Menschen über die Arbeit unserer ProjektpartnerInnen und ihre Probleme, Wünsche und Erfolge. Unseren reichhaltigen Erfahrungsschatz bieten wir anderen gemeinnützigen Organisationen, kirchlichen Einrichtungen, Schulen und Firmen in Form von Dienstleistungen an: z. B. das Schreiben von Projektanträgen, Projektevaluierungen, Vermittlung von Schulpartnerschaften/-patenschaften und Übersetzungen. Darüber hinaus organisieren wir Vorträge und kulturelle Veranstaltungen sowie Theatervorführungen.
Zusätzlich zum Regenfeldbau betreiben die Einwohner von Somadougou während der Trockenzeit auch bewässerten Gartenbau. Dieser erfordert sehr viel körperliche Arbeit, vor allem, um das Wasser zu den Parzellen zu transportieren. Um den Gärtnern die Arbeit zu erleichtern, wurde im Jahr 2002 mit finanzieller Unterstützung durch die khg Göttingen eine mechanische Wasserpumpe im Dorf eingeführt.
Soziales Gesundheitsprojekt
Durch Dürren kommt es in Mali immer wieder zu Hungersnöten. Ein Ausweg aus dieser regelmäßigen Nahrungsmittelknappheit besteht im Bau von Getreidespeichern für Hirse. Ein gewähltes Verwaltungskomitee sorgt für die Rückzahlung der Kredite und die jährliche Erneuerung des Getreidevorrats. Obwohl der Bau des Getreidespeichers noch nicht vollständig abgeschlossen ist, konnten seit 2003 dank privater Spender aus Deutschland Hungersnöte in Somadougou verhindert werden.
In schlechten Erntejahren werden häufig die gesamten Ersparnisse für Nahrungsmittel ausgegeben. In Somadougou haben sich Frauen in Selbsthilfegruppen organisiert. Sie haben viele Ideen für die Verbesserung der ökonomischen Situation ihrer Familien, z. B. durch Kleinhandel, Kleinvieh- und Geflügelzucht oder Gartenbau. Da es ihnen meist an Startkapital fehlt, ließe sich ihre Eigeninitiative durch die Bereitstellung eines Darlehenfonds für Kleinkredite optimal unterstützen.
Ansprechpartner: Herr Dr. Denis Coulibaly